15Februar
2015

Fahrt nach Koh Phayam

Nächsten Morgen war ich schon irre früh wach, hab geduscht, war frühstücken und dann hab ich irgendwann Uschi geweckt. Sie hat dann leider kein Frühstück mehr bekommen - war ausverkauft. Plötzlich hörten wir ein völlig ungewohntes Geräusch ;-) ..... der Himmel hatte seine Pforten geöffnet. Es hat fürchterlich geschüttet, kurze später dann nochmal und dann war es das auch schon wieder. Wir bestellten dann ein Taxi, dass uns dann zum Busbahnhof, der in den Süden fahrenden Busse brachte. In Bangkok liegt jeder Flughafen, Bahnhof und jede Busstation in einem anderen Stadtteil - und Bangkok ist groß. Jedenfalls schätze ich mal , dass wir locker 30 km gefahren sind.
Der Busbahnhof selber war dann ein Mittelding zwischen Parkgarage, Shoppingcenter und Busstation ... ein Gewusel sondergleichen. Nach einigen Nachfragen standen wir dann vor den endlosen Reihen an Schaltern. Jeder wollte dann, dass wir bei denen buchen........ ich bin dann einfach weitergetigert und da, wo eine der Schalterdamen sympatisch aussah, fragte ich nach dem Preis und ob es ein VIP-Bus ist, die besonders bequem für Nachtfahrten sein sollen. Hörte sich alles gut an, also den Nachtbus nach Ranong gebucht - Abfahrt 20.00 Uhr. Wir hatten also 8 Stunden Zeit zu vertreiben.

Es gab spezielle Shops, in denen man gegen ein Gebühr sein Gepäck lagern konnte. Das war zwar nicht grad günstig, aber doch wenigsten eine nette Aussicht, die Zeit wenigstens nur mit dem kleinen Rucksack rumzuschleppen.
Uschi wollte dann was essen, aber ich kämpfte immer noch ziemlich mit meiner Erkältung und hatte überhaupt keinen Appetit. Also saß ich fast die ganze Zeit an einem Kaffeestand und hab Leute geguckt.
War schon interessant, zumal es dort nicht so touristisch war. Auf den Bänken und in den Shops sah man Einheimische, Inder mit Turbanen, Frauen in Saris oder Burkas und natürlich auch jede Menge Backpacker der verschiedensten Nationalitäten.

Die Zeit verging jedenfalls recht schnell und gegen 18.30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg, um unsere Rucksäcke abzuholen - das war nicht einfach, wir konnten den Laden nicht wiederfinden. Irgendwann dann fragten wir einen Wachmann und schon standen wir an dem richtigen Shop. Auf Richtung Busplattform. Beim Eingang sollten wir die Tickets vorzeigen - und Uschi fing an zu wühlen. Langsam bekam meine schier unermüdliche Ruhe dann doch einen Knacks - tief Luft holen war angesagt. Beim zigten Taschendurchsuchen hatte sie aber dann doch die Tickets gefunden . Von da an wanderten alle wichtigen Dinge dann in meine Bauchtasche.

Der Bus war ein Traum. Ein normaler Reisebus mit nur ca. 24 Sitzen ..... Beinfreiheit , Schlafsitze und Service wie im Flugzeug..... Essen, Trinken, Decken, absolut perfekt. Wir starteten relativ pünktlich, machten um 1 Uhr eine kurze Pause und erreichten schön entspannt um 5 Uhr Ranong.
Dort warteten bereits Pickups und Tuktuks, um uns zum Hafen zu bringen. Irgendwann saßen wir dann mit 5 Leuten plus Fahrer in einem Pickup, der eigentlich nur Platz für höchstens 4 plus Fahrer hatte. Aber wir hatten Glück, schließlich hätte er ja auch noch ein paar Leute obenauf stopfen können ;-).

Am Pier war dann die Überlegung : Speedboat für 350 Baht und 1 Stunde Fahrt, oder normales Boot für 190 Baht und 2-3 Stunden Fahrt. Da der Himmel aussah, als würde ein Unwetter nahen, entschieden wir uns für die schnellere Variante, die auch noch 1, 5 Stunden eher startete.
Es war abenteuerlich, verdammt schnell und die Härte war das Ein- und Aussteigen.
Aber!!!!!!!!
Ich hatte keine Panikattacke und auch keinen Hysterieanfall  - vielleicht bin ich geheilt????

Jedenfalls standen wir dann in Koh Phayam am Pier und irgendwie war da gar nichts los...... es war ja auch noch ziemlich früh.Wir wussten zwar vom Reiseführer, wo in etwa wir hinwollten, aber weder Taxi noch Tuktuk noch - oh doch, es fahren Unmengen an Mopeds um und Uschi meinte, wahrscheinlich gibt es hier nur Mopedtaxis ........ tja, da hatte ich nun aber ein echtes Problem.
Also erstmal ein Cafe angesteuert, Zigarette und nachgedacht. Dann dort rumgefragt und ja, sie rufen uns Mopedtaxi. Rucksack vor den Fahrer, ich dahinter und los ging es. Ich hatte den Fahrer gebeten, nicht so schnell zu fahren und es klappte. Nach einigen Kilometern zeigte er uns ein paar Bungalows, aber weit und breit kein Strand...... ich bat ihn also, uns an den Strand zu bringen. Nach ca. 5 Kilometern traute ich dann meinen Augen nicht....... vor mir lag das Paradies - Hütten direkt am Strand mit Balkon und Hängematten.... und endloser weißer Sand.
Ich hab nur meine Sachen ins Zimmer geschmissen, Bikini angezogen und mich in die Hängematte gehauen..... hab dann erstmal bisschen Schlaf nachgeholt und nun sitze ich hier im Beachrestaurant und schreibe ........ sorry, ist schon wieder eine Endlosgeschichte geworden..... eigentlich wollte ich ja mal ein bisschen was über Land und Leute schreiben...... aber wer weiß, vielleicht kommt es ja noch
Ich hoffe, ich kann meinen Blog heute abend veröffentlichen, da es hier auf dieser relativ kleinen Insel nur Strom und Internet von 18 bis 22 Uhr gibt.

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Und gesund lebe ich auch noch :-)