21Februar
2015

Auf zu neuen Abenteuern

Heute morgen bin ich dann um 7.45 Uhr vom Mopedtaxi abgeholt worden. So wirklich genaue Pläne hatte ich nicht, aber habe erstmal die Fähre nach Ranong genommen. War eine richtig schön gemütliche Fahrt und hat ca. 2 Stunden gedauert; ich fand es aber schöner als der Hinweg mit dem Speedboat, da man viel mehr schauen konnte. Außer mir war noch eine ganze Horde Spanier an Bord, 2 deutsche Frauen, 1 Mönch und noch einige andere.

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In Ranong bin ich dann mit einem Pickup - wieder zusammen mit den Spaniern - zum Busbahnhof gefahren. Ich liebe es, wenn Spanier Englisch reden - man braucht nicht zu wissen, dass es Spanier sind, da man das hört sobald sie das erste Wort in Englisch reden. Am Busbahnhof habe ich dann den Bus nach Khao Lak gebucht; ich hätte direkt noch in den fast abfahrenden Bus springen können, aber ich stehe ja nicht auf Stress; also hab ich gleich den nächsten, der 2 Stunden später fuhr, gebucht. So konnte ich in Ruhe die Toiletten aufsuchen, mir was zu Essen kaufen

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- keine Ahnung, wie die Frucht heißt, aber war lecker!

und dann saß ich dort und freute mich meines Lebens. Außer mir saßen zwischen lauter Einheimischen nur noch 2 Europäer.
Der Bus fuhr ziemlich pünktlos los - ca 100 Meter weit - und sammelte dort noch jede Menge Leute ein. Unter anderem auch ein deutsches Pärchen aus der Pfalz, die ich schon auf Koh Phayam in unserer Anlage dort kennengelernt hatte. So saßen wir denn beisammen und hatten jede Menge zu erzählen und die Zeit verging wie im Flug. Auch die Strecke war sehr schön, viel Wald und Flüsse und ab und an mal eine Ortschaft. Ich habe immerhin Wasserbüffel, Kühe und Ziegen gesehen, nur Affen haben sich mir bisher in Thailand noch keine gezeigt, obwohl es jede Menge geben soll.
Der Bus wurde immer voller, weil unterwegs viele Leute am Straßenrand den Bus anhielten - es waren nicht einmal Sitzplätze für alle da.
Nach 3 Stunden stiegen die beiden Pfälzer dann in Takuapa aus, da sie in den Khao Sok Nationalpark wollten.
Ca. 1/2 Stunde später erreichten wir dann Khao Lak. Wie sicher die meisten wissen, ist das der Ort, wo vor 10 Jahren der Tsunami am fürchterlichsten gewütet hat. Es gibt hier ein Tsunami-Museum und ca. 1 km landeinwärts soll noch ein Polizeiwagen stehen, der damals vom der Küste bis dort getrieben wurde.
Von Khao Lak war ich dann erstmal ein bisschen erschlagen......nach dem ruhigen Koh Phayam hatte man das Gefühl, in einer Touristenhochburg zu sein. Ich habe mir zwar inzwischen sagen lassen, es wäre ein sehr schöner und beschaulicher Ort. Naja, schauen wir mal.
Jedenfalls stand ich in der brütenden Hitze da und überlegte, was ich tun soll. Also, erstmal ins nächste Kaffee und mir einen Kaffee bestellt. Dort habe ich dann nach einem Tipp für ein Hotel gefragt. Ich bekam einen Block gezeigt. In dem würde ich zuhause nicht wohnen wollen und im Urlaub schon mal gar nicht. Also meinen "Stefan-Loose-Reiseführer" raus und da stand unter Empfehlungen das "Amsterdam-Resort". Ok, Amsterdam in Thailand - why not? Ich hab dann dort angerufen - ein Holländer, was auch sonst - war der Inhaber. Jedenfalls hatte er noch was frei, Preis stimmte auch und abholen wollte er mich auch noch.
Ich stand dann ca. 10 Minuten in der prallen Sonne und dann kam er - echt ein witziger Typ, die Beine unters Lenkrad geklemmt, keine Ahnung, ob der Sitz nicht weiter zurück ging oder er nicht anders fahren konnte...... der Fahrstil war dann auch eher ungewöhnlich, aber ich bin ja in dieser Beziehung inzwischen fast schmerzfrei.
Das Resort entpuppte sich jedenfalls als recht hübsche Anlage und ich habe dann auch das preisgünstigste Zimmer genommen..... es hat zwar nur eine Kaltwasserdusche, aber das bin ich ja inzwischen gewöhnt..... und nur wegen warmen Wasser gut 1/3 mehr zu zahlen muss ja auch nicht sein.
Sieht doch von außen schonmal ganz nett aus, oder?

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Tja, und das war dann mein lecker Abendessen und nun, da ich auch meinen Tagesbericht fertig habe, kann ich jetzt schlafengehen.